« Wie die Musiker den Dirigenten, so brauchen die technischen Gegenstände den Menschen. »
Sonntag, 29.9.2019, 17h30 « Wie die Musiker den Dirigenten, so brauchen die technischen Gegenstände den Menschen. » Für Gilbert Simondon spielt Technik eine bedeutende Rolle für den Menschen, weil sie sein Entwicklungspotential zum Tragen bringt. Eine Reduktion auf nützliche Zwecke verfehlt auf bedenkliche Weise das Wesen der « Existenzweise der Gegenstände ». Bedenklich deshalb, weil die Fehleinschätzung der Dimension des Technischen zu einer Lücke in unseren Wertvorstellungen führt, die einem Götzendienst an der Maschine Vorschub leistet. In seinem Aufsatz zu « Kultur und Technik » wird deutlich, wie bedeutsam für uns heute die weitreichenden Überlegungen Simondons sein können. Aus der Klarheit und Bestimmtheit des Sehens geht eine neue Kraft des Wirkens hervor:eine Kraft, mit der sich der Geist gegen jede äußere Bestimmung,gegen jede bloße Fatalität der Sachen und Sachwirkungen zur Wehr setzt. Ernst...
Nach dem Besuch der Aufführung von Schillers « Geisterseher » am Thalia:
Sonntag, 30.6.2019, 17h30 Nach dem Besuch der Aufführung von Schillers « Geisterseher » am Thalia: Für unser letztes Treffen vor der Sommerpause schlage ich vor, dem Widerstand des Prinzen gegen einen verordneten Abschluss seiner Geschichte nachzugehen, in den wir als Zuschauer verwickelt wurden. Und ihn in seiner Rebellion gegen eine entmündigende Unterordnung unter ein Ganzes als heutigen Gesprächspartner zu entdecken, etwa wenn er fragt: » Was ist man dem Arbeiter schuldig, wenn er nicht mehr arbeiten kann, oder nichts mehr für ihn zu arbeiten sein wird? Was ein Recht, dem Menschen, wenn er nicht mehr zu brauchen ist? – Man wird ihn immer brauchen. – Auch immer als ein denkendes Wesen?« mit einem herzlichen Gruß BertrandSchütz...
Dans quel monde vivons-nous?
Trop habitués à recevoir des informations, nous avons tendance à oublier qu’informer veut d’abord dire former, façonner. Le monde désire qu’on lui rétorque, disait la poète autrichienne Ilse Aichinger. Ce qui nous touche, nous cerne et nous concerne ne devient compréhensible qu’au cours d’une interaction soutenue, toute activité en témoigne: le travail manuel, artisanale, paysan, la navigation aussi bien que les recherches scientifiques et artistiques les plus poussées.Pour les anciens, le cosmos était la preuve tangible d’un ordre fiable et éternel. Avec la découverte de l’évolution et l’avènement de la physique moderne, nous nous retrouvons dans un univers en transformation, du plus petit au plus grand, création et destruction s’entremêlent. Est-ce-à-dire que nous sommes les jouets de forces anonymes, ou au contraire, nos actions et nos omissions pourraient-elles avoir de l’importance?Après avoir cru être seuls face à...
