bloc-note
Nous n’avons pas d’accès direct à ce que nous nommons réalité. Avant de constituer des trajectoires de réflexion ou d’investigation, toutes les stratégies que nous élaborons afin de cerner, de comprendre cette réalité, sont autant de méthodes de survie; on parle aujourd’hui de la capacité de résilience. Ce qui implique aussi la capacité de dépasser un état de fait en développant des formes inédites de perception et d’action, toutefois informées par l’expérience, néanmoins sans se laisser déterminer par celle-ci. C’est alors un espace de liberté qui peut se déployer. N’est-ce pas la gageure de ce que nous appelons culture? Il importe que nos actions et réflexions correspondent à cette réalité toujours à atteindre. Étrange figure de pensée – atteindre – , puisqu’il s’agit de ce qui nous est le plus immédiat, et de nous-mêmes en particulier. Les „thèmes“ de ce site représentent autant de formes d’approche de cette réalité qui nous importe, proposant un parcours qui traverse différents...
Neuer Einsatz
Worum es bei der Arbeit im Seminar geht? Um das Bemühen, Handlungsspielräume auszumachen und zu entwickeln. Auch und gerade in einer Zeit, in der Sachzwänge – tatsächliche und vermeintliche – einerseits, und andererseits das Übergehen der Verbindlichkeit von Tatsachen, zu bedrohen scheinen, was die Entwicklung einer Kultur, in Sinne eines gedeihlichen Zusammenlebens, ermöglichen könnte. Ernst Cassirer hat prägnant formuliert (in: « Form und Technik »), was den tätigen Weltbezug des Menschen ausmacht: « Aus der Klarheit und Bestimmtheit des Sehens geht eine neue Kraft des Wirkens hervor: eine Kraft, mit der sich der Geist gegen jede äußere Bestimmung, gegen jede bloße Fatalität der Sachen und Sachwirkungen zur Wehr setzt. » Was gewiss nur im Zusammenwirkens Vieler effektiv realisiert werden kann.
Unterbrechung – Innehalten?
April 2020 Das Offene Seminar muss nun auf unbestimmte Zeit vertagt werden … Zeit zum Innehalten? Impuls für eine Wende zu einer « besseren Gesellschaft »? So wird es vielerorten suggeriert. In einem offenen Schreiben erheben Psychiater Einspruch gegen einen « grausamen Optimismus », der nicht dazu befähigt, sich der Realität zu stellen. Eine Freundin des Offenen Seminars hat auf ihn aufmerksam gemacht. Ich musste dabei an Kleists Novelle « Das Erdbeben in Chili » denken. Und an Überlegungen Hannah Arendts zur « Gebürtlichkeit » des Menschen. Ich füge die erwähnten Texte an. Und hoffe, dass wir bald Gelegenheit haben, uns darüber auszutauschen, und vor allem, dass alle wohlauf sind!...
